So entstand der Beruf ElektroinstallateurIn

Als die Elektrizität in Gewerbe, Industrie und Haushalten Einzug hielt, entstand ein neuer Beruf: Elektroinstallateur. Der Bau des Elektrizitätswerks Basel im Jahre 1899 und der Erlass des baselstädtischen Elektrizitätsgesetze im Jahre 1900 brachten Elektroinstallationsfirmen mehr und mehr in den Kreis der Wirtschaftstätigen.

 

Allerdings konnte sich dieser reizvolle, moderne Handwerksberuf nicht wie andere Berufsgruppen frei entfalten. Angesichts der grossen Gefahren im Umgang mit elektrischen Anlagen hat der Gesetzgeber schon früh umfassende Vorschriften über die Erstellung und den Betrieb elektrischer Anlagen erlassen. Erinnert sei an das bereits im Jahre 1902 entstandene und heute noch geltenden Bundesgesetz betreffend die elektrischen Schwach- und Starkstromanlagen, kurz Elektrizitätsgesetz (ElG). Dieses Gesetzt erklärte das Elektroinstallationsgewerbe zu einem konzessionierten Gewerbe. Wer es betreiben wollte, musste eine sogenannte »Bewilligung für die Erstellung elektrischer Hausinstallationen« vorlegen.

 

Seit 1989 ist das Hausinstallationsrecht aus der Starkstromverordnung per Gesetz herausgelöst und verselbständigt. Die Hausinstallation ist das Bindeglied in der Energieverteilung mit dem Energieverbraucher. Je nach örtlicher Gegebenheit beginnt die Hausinstallation beim Verteilkasten, bei den Hauptsicherungen oder beim Zähler.

 

Das Arbeitsfeld der Basler Elektro-Installationsgewerbes ist die elektrische Hausinstallation. Als konzessioniertes Gewerbe ist es sozusagen Vermittlerin zwischen den IWB als Stromlieferant und den Konsumenten von elektrischem Strom.

 

Viele junge Menschen entscheiden sich für einen der spannenden Elektroberufe ElektroinstallateurIn, Montage-ElektrikerIn EFZ, ElektroplanerIn EFZ, TelematikerIn EFZ nach der Schulzeit. Ohne Studium, dafür hervorragende Perspektiven für eine spätere Weiterbildung mit verantwortungsvollen Berufsprofilen, machen die Elektroberufe auch im Jahr 2015 und darüber hinaus attraktiv für junge Menschen.

»Wir werden vom Ausland oft für unseren hohen Standard in der Berufsbildung bewundert. Weniger wahrgenommen, aber ebenso wichtig sind unser bewährter Dialog und die gute Zusammenarbeit zwischen staatlichen Institutionen und Verbänden. Ich danke in diesem Sinne dem VBEI für seinen wichtigen Beitrag zur hohen Qualität, zur Leistungsfähigkeit und Verlässlichkeit in seiner Branche.«

 


Dr. Christoph Eymann
Vorsteher Erziehungsdepartement Basel-Stadt